9 comments on “Liturgie der Buchhalter?

  1. “Ja, ich habe nichts Besserers zu tun als dem liturgischen Ablauf im Detail zu folgen, denn das ist die vom Konzil geforderte participatio actuosa.” -> Killerphrase, ja. Aber auch: WIN!

  2. Ach da kann ich auch ein Lied von singen. Meistens ist es die Anspruchslosigkeit der immer weniger werdenden Gottesdienstbesucher inkl. der Selbstherrlichkeit mancher Kleriker. Inzwischen meide ich bestimmte Kirchen, weil Dialog und Auseinandersetzung mit eben diesen Argumenten unmöglich erscheinen.

    „Ich betrete die Kirche, um Gott zu sehen, und ich verlasse sie wie ein Theaterkritiker.“ (Martin Mosebach)

    • Nun ja, Martin Mosebach betritt die Kirche als Theaterkritiker, der er nun einmal ist, und verlässt sie als solcher wieder. Manche Zitate würde ich nicht auf die Goldwaage legen.

  3. In der Messe werden Buchhalter auch dringend benötigt: zum Tagesgebet und korrekter Weise auch zum Schlussgebet 😉

    Das sind meistens Ministranten, die – wie viele Gemeindemitglieder – keine theologische Ausbildung genossen haben. Auch die Ministrantenausbildung reicht kaum, um denselben den Ablauf der Messe, geschweige denn die Bedeutung der einzelnen Teile „einzutrichtern“. Es bleibt vielmals die Hoffnung, dass sich vieles später „auswächst“. Dazu bedarf es auch des steten Learning by doing.

    Da gebe ich dir recht: Die Heilige Messe ist keine Spielwiese, auch wenn sie ein heiliges Spiel ist. Aber ein Spiel mit festen Regeln. Und die müssen erkennbar bleiben. Auch wenn ich in einem Land bin, dessen Sprache ich nicht verstehe, kann ich trotzdem die Messe mitvollziehen anhand des bekannten Ordo.

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  5. Kann mich Biggi und Admiral nur anschließen.
    Die Frage ist aber, was man tatsächlich tun kann. Ich bin Kirchenmusikerin und weiß, wie ne Messe läuft und wie nicht, aber der Pfarrer sitzt am längeren Hebel. Gegen seinen Willen den Antwortpsalm singen, und wenn es noch so liturgisch korrekt ist, kann ich genau so oft machen, wie viele Abmahnungen man bekommen kann, bevor man gekündigt wird.

    Hier übrigens ein weiteres Killer-Argument, was ich zum Glück nur gedacht, nicht gesagt habe:
    Pfarrer: Liturgische Regeln sind wie Straßenlaternen. Sie erleuchten den Weg (zu Gott). Aber nur Betrunkene halten sich an ihnen fest.
    Ich (später in Gedanken): Und nur zwielichtige Gestalten, die sich auf Abwegen befinden, vermeiden sie.

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