Belphegor

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Damit hier ein bißchen mehr Leben reinkommt und der Metal-Teil nicht gar so unter die Räder kommt, habe ich mich zur Einführung einer neuen Kategorie entschieden, des Monday Metal Mix (allitterier dich oder ich freß dich). Und damit gleich zu Anfang klar ist, wohin die Reise geht und daß das hier nichts für Weicheier ist (whimps and posers – leave this blog!!11111elf), habe ich mich dazu entschieden, Belphegor den Anfang machen zu lassen. Zumal damit auch gleich klar wird, daß ich mich hier nicht mit den Inhalten rumschlagen will (dazu lest bitte meine Diss), sondern nur auf möglichst einfache Weise Klicks generieren rumtrollen mich einfach naiv an der Musik erfreuen. Den Text versteht man sowieso nicht. Oder hätte jemand gemerkt, daß da unten im Clip (zumindest teilweise) auf Deutsch gegrunzt wird?

Belphegor ist eigentlich eine völlig überschätzte Band. Angesiedelt im Grenzbereich zwischen Death und Black Metal verbinden sie für meine Ohren ausgerechnet die schlechteren Elemente beider Genre zu einem großen Mist. Aber da auch ein blindes Huhn gern mal einen Korn trinkt, haben auch Belphegor am Anfang, als zwar der Otto-Muehl-Gedächtnis-Satanismus schon klar und deutlich vorhanden war, aber das „Sex, Sex, Sex“ den künstlerischen Anspruch noch nicht völlig ausgelöscht hatte (Interviews, in denen es lang und breit um den Marquis de Sade und die sexuellen Vorlieben der Musiker geht, wobei die Antworten so übertrieben sind, daß [bis auf den Interviewer offenbar] selbst der letzte Idiot merken muß, daß hier nur ein Klischee bis zum Letzten ausgelutscht wird, sind sowas von <Homer Sipmson>langweilig</Homer Simpson>), eine kleine Perle geschaffen (allein schon den more cliché as cliché can-Titel „Necrodaemon Terrorsathan“ muß man sich auf der Zunge zergehen lassen). Der „Eingeweihte“ mag hier die eine oder andere Anspielung erkennen, bis hin zu Hordes „A Churchbell Tolls Amidst The Frozen Nordic Winds“ (das muß doch haargenau dieselbe Glocke sein, die da beide Alben einläutet). Alle anderen dürfen sich an roh brachialem Schlagzeug mit melodischen Untertönen erfreuen. Rumpel die Katz!

Anträge auf Exkommunikation bitte an meinen Ortsbischof.

Nach diesem Album hat die Band leider steil fallend und kontinuierlich abgebaut. Finde erstaunlicherweise nicht nur ich.

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