Computer

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anläßlich des 33. Geburtstages der New Wave of British Heavy Metal habe ich mir ein Herz gefaßt und meinen Umzug übers Knie gebrochen. Ab jetzt lest Ihr mich auf meiner reaktivierten eigenen Domain. Bitte updated eure Abos!

Wer sich in der dortigen Blogroll vermißt, maile mich bitte an, ich habe irgendwann ein wenig den Überblick verloren und habe den einen oder anderen Umzug nicht mitgemacht. Dieser Blog bleibt bestehen, schon alleine, weil ich einer ganzen Reihe von portierten Posts noch die Adresse hartcodiert auf blogspot.com verweist.

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Der Herr ist auferstanden! Und ich hatte gestern noch ein besonderes Auferstehungserlebnis:

Vor dem hyperref-Paket hatte ich immer tierischen Horror. Zu oft habe ich gelesen, daß man aufpassen muß, wie und an welcher Stelle man es einbaut, weil es so viele Makros auch aus dem LaTeX-Kern umdefiniert. Zu viele Schwierigkeiten hatte ich bereits mit dem Zusammenwirken von weniger komplexen Paketen. Zu lang war mir die Dokumentation, die aus mehreren ineinander verschachtelten PDFs besteht. Und solange es eh nur um die Druckvorlage für das einzureichende Manuskript ging, hatten klickbare Links im PDF auch keinen praktischen Sinn.

Jetzt aber geht es um die Druckvorstufe, aus der der Verlag auch gleich noch das E-Book bastelt — und eins der Formate wird schlicht und ergreifend PDF sein. Da der Adobe-Reader offenbar aus allem, das mit http: beginnt und wie eine URL aussieht, einen anklickbaren Link macht (zumindest wenn die Schriften korrekt eingebettet sind), aber Zeilenumbrüche als Ende des Links interpretiert, so daß die Links ins Nirvana führt, war es nun keine wirkliche Option mehr, das alles so zu lassen, wie es ist.

Alles andere war schon fertig, aber das wurmte mich noch. Ok, in kleineren, für den online-Gebrauch vorgesehenen Dokumenten hatte ich hyperref bereits erfolgreich verwendet, aber in einem Dokument, in dem zahlreiche Pakete und eigene Makros[1] zum Teil nur fragil miteinander zum Funktionieren gebracht wurden, und eigentlich schon fertig ist? Μὴ γένοιτο!

Ich hab’s dann doch gemacht. Gestern nachmittag bin ich im Geiste nochmal durchgegangen, was eigentlich noch zu tun ist. Irgendwie kam mir dabei der Gedanke an hyperref gar nicht mehr so schrecklich vor, und was sollte schlimmstenfalls passieren? Mehr als hinterher genausoweit wie vorher zu sein, ging doch gar nicht.

Habe ich mich also drangesetzt, einfach mal \usepackage{hyperref} in die Präambel geschrieben und zitternd auf „Ausgabe erstellen“ geklickt. Meine schlimmsten Befürchtungen wurden wahr. Nach 100 Fehlern hat pdflatex den Kompilierungsversuch dann einfach mal abgebrochen. Nach nur zwanzig Seiten hat sich hyperref an einem selbsterstellten Makro aufgehängt.

Glücklicherweise hatte ich gestern die Ruhe und die Nerven, nicht gleich vor Schreck alles wieder rückgängig zu machen, sondern den Fehler beheben zu versuchen. Was ein guter Plan war: Wie sich zeigte, war das der einzige Fehler, und bei genauerer Betrachtung war es nur ein einziges Paket, das Schwierigkeiten machte — weil es versuchte, mit hyperref besser zusammenzuarbeiten, als ich es wollte. Die entsprechende Standardeinstellung umgebogen — und fertig! Keine Fehler, keine Warnungen. Noch ein paar Feinarbeiten, und alles sah so aus, wie ich es mir nur in meinen kühnsten Träumen gewünscht hatte.

Lange Rede, kurzer Sinn: Nach gerademal dreieinhalb Stunden hatte ich hyperref bis in die Details hinein erfolgreich eingebunden. Auch eine Form von Ostern 🙂

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[1] In den Naturwissenschaften scheint wohl keiner mehr echte Tafeln zu verwenden, sondern entweder Abbildungen, die nicht über eine Seite hinausgehen, oder Tabellen. Als ich den Wizards mein Problem schilderte, kein Paket gefunden zu haben, mit dem ich meine zum Teil nicht auf eine Seite passenden Songtextübersetzungen als gleitendes Objekt einbinden kann, habe ich nur Unverständnis hervorgerufen. Wozu braucht man denn sowas? Was sind denn Tafeln[2]? Klare Antwort: Das, was ihr benutzt, um Tabellen einzubinden, sind eigentlich Tafeln, in die ihr dann eine Tabelle setzt. — Aha. Dann nimm doch longtable. — Ja, super. Genau das ist doch das Problem: longtable müßte eigentlich longtabular heißen, denn es setzt überlange Tabellen (und zwar nicht als Fließobjekte!), nicht fließende, überlange Tafeln.

[2] Die deutschsprachige Wikipedia kennt wenigstens neben der Bildtafel auch noch die Zeittafel und damit einen Anwendungsfall von Tafeln im Drucksatz, der sich über mehrere Seiten erstrecken kann[3]. Einen Überbegriff „Tafel (Drucksatz)“ gibt es aber nicht. Die englische leitet Tabular gleich nach Table (information) weiter, unter denen sie ausschließlich Tabellen versteht… Demnach gäbe es im englischsprachigen Raum noch nicht einmal eine Möglichkeit, meinen Anwendungsfall ohne lange Erklärungen in Worte zu fassen…

[3] Der Artikel verlinkt auf einen englischen Eintrag namens Timeline. Der kennt aber, obwohl der deutschsprachige Eintrag ausgerechnet die Encyclopedia Britannica als Erstverwender solcher Tafeln nennt, gerade keine mehrseitigen Timelines. Und wenn man ganz korinthenkackend drauf sein will, kann man selbst bei der Zeittafel sagen, hier kommt man auch mit longtable hin, man muß halt nur darauf verzichten, sie fließen zu lassen (argh!). Falls also jemand immer noch die Existenz des Anwendungsfalls einer mehrseitigen Tafel jenseits meines Spezialproblems in Zweifel ziehen will: Versuch mal komplexe Verwandtschaftsbeziehungen etwa in einem Herrschergeschlecht über mehr als zwei, drei Generationen ohne Auslassen (vermeintlich) unwichtiger Nebenlinien auf einer Seite unterzubringen…

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Tschaka! Jetzt ist die Kommentarfunktion bei Blogger endlich nicht mehr auf „Bulletin Board“-Ansicht beschränkt, sondern es gibt die Möglichkeit, sie so einzurichten, daß es auch unterschiedliche Kommentarfäden gibt. Habe ich gleich mal entsprechend umgestellt. Damit kann man sich in Zukunft das blöde „@Hastenichgesehen“ sparen. Tschaka!

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So, ich bleibe nochmal in den Gefilden gediegener Geekigkeit und komme auf meine heutige Vormittagsbeschäftigung zurück: Uralte DOS-Spiele zocken!

Ok, das ist bei mir eigentlich nichts ungewöhnliches, habe ich doch immer noch meinen anno 99 weitgehend selbst zusammengeschraubten HighTower-PC betriebsbereit rumstehen (und bis vor nem guten Jahr noch regelmäßig dran gearbeitet). Auf diesem Rechner (AMD K6 III-Prozessor, 64 MB RAM, Win 98 SE — also damals ziemlich TOP 🙂 liefen naturgemäß die meisten DOS-Spiele meiner (damals gerade erst beendeten) Jugend, aber auch die dann aktuellen, heutigen Klassiker. Aber ganz ehrlich, meine ganzen DOS-Spiele von Anfang der Neunziger sind immer noch meine Favoriten (und selbst die sind eigentlich schon ein Abstieg von den ein paar Jahre älteren Amiga-Spielen meines Bruders wie Test Drive und Barbarian… ähem, aus mir ist übrigens kein Amokläufer geworden und in meiner 12jährigen Führerscheinkarriere bin ich auch nur drei Mal geblitzt worden, hüstel).

Aber ich schweife ab. Letztes Jahr war dann doch mal ein neuer Rechner fällig. So ein HighTower transportiert sich so schlecht, und es ist auch nicht gerade ein Traum, Windows 98 einen USB-Stick oder DSL schmackhaft zu machen. Auf dem neuen Rechner war dann Windows 7 drauf (und irgendwann, ja, ich schwöre es, irgendwann wird da auch mal Linux drauf laufen! Sobald ich mal nichts elendig wichtiges auf dem Rechner habe…). Damit lief dann praktisch gar nichts mehr aus DOS-Zeiten. Adieu, Unnecessary Roughness 95. Adieu, Civilization. Adieu, F15 (strange, abgesehen von Vietnam sind die Szenario-Gebiete immer noch die Kriesenregionen: Libyen, Naher Osten, Iran). Adieu, Winter Games (bei Summer Games war mir schon früher der Zugangscode abhandegekommen…). Adieu, Siedler 1. Adieu, Whacky Wheels und all ihr vielen zusammengesammelten kleinen, aber feinen 5-bis-10-Minutenspiele zur Entspannung zwischendurch…

Gedankt sei jedoch den Geeks, die dasselbe Problem hatten (oder auch, weil sie auf Linux umgestiegen sind 🙂 und die DOS-Box entwickelt haben. Selbst in den Standardeinstellungen lief bisher jedes getestete Spiel (Überblick der (nicht-)laufenden Spiele). Ok, die FAQ mußte ich konsultieren, um zu raffen, daß ich in der DOS-Box Laufwerke selbst mounten muß und wie das beim CD-ROM-Laufwerk funktioniert, aber das war schon alles. Wer damals[tm] seine DOS-Spiele zum laufen bringen wollte (so ala „das Spiel braucht 639 kb freien Arbeitsspeicher — ARGH!“), mußte mehr Zeit investieren… Wenn ich jetzt noch einen halbwegs komfortablen Weg finde, meinem neuen Laptop die Daten von 3,5″-Disketten zu verfüttern, kriege ich doch glatt wieder Lust, ein paar Perlen wieder auszubuddeln, die ich schon seit Jahre nicht mehr gespielt habe…

So, bevor ich jetzt endgültig ins Schwärmen komme, schmeiße ich meine Time Machine wieder an und schieße böse Kommunisten ab.

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(note to myself)

Die Idee der Toolbar an sich ist gut, die meisten Toolbars aber überflüssig. Insbesondere, wenn sich der User nicht erinnern kann, sie installiert zu haben, und sie durch „normale“ Deinstallation nicht mehr vollständig vom System bekommt. Im konkreten Fall war es die „Inbox Toolbar“, deren letzte Spuren ich schließlich nur durch eine Fernwartung entfernen konnte. Manche Toolbars können noch hartnäckiger sein, andere sind tatsächlich für den Anwender einfach zu entfernen. Hier kam noch das spezielle Problem hinzu, daß „Inbox“ ein Allerweltsbegriff für Mail-, Scan- und Faxprogramme ist und die von Windows 7 mitgelieferten Spiele unter „InboxGames“ laufen, man sich also auf der Suche nach letzten Spuren zu Tode suchen kann.

Bisher scheinen folgende 4 Schritte zu einer vollständigen Entfernung der Inbox Toolbar geführt zu haben:

Schritt 1 (für jeden möglich):
Unter „Systemsteuerung –> Programme“ deinstallieren. Prüfen, ob das Add-on im Firefox mit erschlagen wurde, ggf. manuell entfernen.

Schritt 2 (noch immer unproblematisch):
Die Inbox-Toolbar trägt die Inbox-Website als Startseite im Firefox ein. In den „Einstellungen“ von Firefox im „Allgemein“-Tab die Wunsch-Startseite eintragen oder einfach auf „Standard wiederherstellen“ klicken.

Schritt 3 (für den fortgeschrittenen Anwender):
Wer gewohnt ist, seine Adresszeile als Suchmaschineneingabe zu betrachten, wird bei entsprechender Verwendung immer noch auf die Inbox-Site geleitet und bekommt deren Suchergebnis angezeigt. „about:config“ in der Adresszeile des Firefox, Warnung „Hier endet möglicherweise die Gewährleistung“ abnicken, auf „keyword.URL“ filtern, Wert (Inbox-Such-Site) ändern (z.B. in „http://www.google.de/search?q=“), fertig.

Schritt 4 („Kids, don’t try this at home“):
Inbox hat sich immer noch mit zwei Schlüsseln in der Registry verewigt. Zum einen ist noch das Deinstallationsprogramm eingetragen (was ein Perfektionismusmangel, aber kein Schaden ist), zum anderen gibt es noch einen Schlüssel, der vermutlich dasselbe wie Schritt 3 für den Firefox beschreiben im Internet Explorer verursacht. Aufgrund des Namens („Inbox“) muß man aber sehr vorsichtig beim entfernen der Schlüssel sein — man kann auch ganz schnell seinen Scanner oder Faxmodem abgeschossen haben… Wer fragen muß, wie er die Registry editieren kann, sollte es schlicht und ergreifend bleiben lassen.

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In der heutigen FAZ („Kein Rechtsschutz im App-Imperium“, S. 17, online nur im Archiv) stand ein merkwürdiger Satz zu Apples Zensurwillkür. Aussage sollte wohl sein, daß iPhone, iPad und Konsorten einen zu geringen Marktanteil hätten, als daß Gesetze gegen Wettbewerbsbeschränkungen greifen würden. Aber was bitte ist das denn für ein Blödsinn:

„Solange Mobilfunkgeräte einen kleinen Marktanteil haben, können sie auch rein katholisch sein“, spitzt Christoph Fiedler vom VDZ die Situation zu.

Daß der FAZ mit ihren Altsprachlern vom Dienst sowas durchrutscht, passiert wohl nur im Wirtschaftsteil…

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