7 comments on “Wir steigern das Bruttosozialprodukt…

  1. Die Frage, ob deine Frau arbeiten geht, wenn du Elternzeit hast, bezieht sich ja nicht nur unbedingt aufs wirtschaftlich nötige. Könnte ja auch sein, dass sie auch an anderen Dingen Spaß hat und ihr euch dann eben anders aufteilt.

  2. Ja, klar hat sie an anderen Dingen Spaß, und klar teilen wir uns entsprechend auf. Aber warum hat das immer gleich was mit (Erwerbs-)Arbeit zu tun?! Wie gesagt, mich irritieren solche Selbstverständlichkeiten.

  3. Nun, dass jemand (erwerbsmäßig) arbeitet ist halt so normal, wie die Tatsache, dass wir schlafen und essen. Und dass es eine Erwerbsarbeit ist, scheint doch dann der Tatsache geschuldet, dass wir eben schlafen und irgendwohin unser Haupt betten wollen und dass wir essen und dazu Brot, Schweinebraten, Kirschen und ich weiß nicht was kaufen müssen
    Für sich und seine Familie zu sorgen ist doch nur selbstverständlich.
    Das macht ihr ja, keine Frage. Aber vielleicht ist es unverständlich, dass dazu auch wenig reicht.

  4. Wenig?! Wenig ist wohl sehr relativ. Aber vielleicht ist das genau der Punkt: Nicht zufrieden sein mit dem, was man hat. Jedenfalls ist es mir ein Rätsel, wie jemand tagein, tagaus über seinen Job schimpfen kann, aber sich nichts anderes sucht. Ich werde jedenfalls keinen Alltag akzeptieren, der keine Zeit für Gott läßt.

  5. Und noch ein Nachtrag: Gemeint ist nicht der Einzelne, sondern die große Zahl der fast gleichlautenden Fragen. Und daß offenbar Arbeitengehen so wichtig ist, daß man das schon eine Mutter von fünf Kindern im Wochenbett fragt.

  6. Nicht wichtig, nur normal, sozusagen common sense.
    Und wenig wird es wohl sein, jedenfalls im Verhältnis. Kenne eure finanzielle Situation nicht, aber wahrscheinlich liegt ihr unter dem Durchschnitt… Aber du schreibst ja, es kommt immer darauf an, ob man denn zufrieden ist. 🙂

  7. Common sense, das ist doch genau meine Argumentationsgrundlage: selbstverständlich. Und was ist in Sachen Handlungsleitung wichtiger als das, was selbstverständlich ist?

    Unter dem Durchschnitt liegen übrigens 50% der Bevölkerung und per Definition so gut wie alle kinderreichen Familien (da die Kinder in aller Regel nichts wesentliches zum Familieneinkommen beitragen). Deswegen kann ich mit der Definition auch nicht viel anfangen, da selbst in einer Gesellschaft, in der der Ärmste nicht weiß, wie er sein Geld überhaupt jemals ausgeben soll, der Ärmste als (relativ) arm angesehen wird.

    Ich möchte hier aber eigentlich nicht darüber diskutieren, ob wir arm sind oder nicht (kann Dich aber beruhigen: sind wir im Sinne des Äquivalenzeinkommens auch in der Elternzeit nicht), sondern darüber, daß keiner mehr eine andere Vorstellung vom Leben zu haben scheint als (Erwerbs-)Arbeit.

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